Sendung Puls SRF 1 – mit der Ernährungsberatung Oberaargau

„Was man nicht ein Leben lang durchhalten kann, sollte man gar nicht erst anfangen!“ – so die Ernährungsberaterinnen Oberaargau.

Eine Diät oder Ernährungsumstellung ist nur dann erfolgsversprechend, wenn man sie lebenslänglich einhalten kann.

«Es gibt Leute, die sind einfach nicht schlank gedacht», sagt Ernährungsberaterin Beatrice Conrad. Nur mit grossem Aufwand halten sie ihr Gewicht tief. Das ist nicht nachhaltig und macht auf die Dauer unzufrieden. Aus medizinischer Sicht beeinflusst zu viel oder zu wenig Gewicht die Gesundheit negativ, dazwischen wäre also ideal. Doch wo ist das?

  • Wer gesund ist, sich abwechslungsreich und in normalem Mass ernährt und sich genügend bewegt, dessen Gewicht sollte sich irgendwo im individuellen Normalbereich einpendeln.
  • Sobald uns unser Gewicht oder unsere Figur in irgendeiner Weise einschränken, ist der ideale Bereich verlassen. Wir sollten uns in unserem Körper wohlfühlen und uns uneingeschränkt bewegen können.
  • Unser Gewicht und unsere Figur werden von vielen Faktoren beeinflusst: Alter, Geschlecht, familiäre Voraussetzungen, Gene, Stoffwechsel, Muskel-Fett-Verhältnis und so weiter. Eine Formel für das individuelle Gewicht gibt es nicht. Auch der Body Mass Index ist nur ein Anhaltspunkt und nicht die ganze Wahrheit.
  • Auch das Gewicht ist nicht der ideale Massstab, auch wenn es einfach überprüfbar ist. Wer sich nur auf sein Gewicht fokussiert, versteift sich schnell darauf. Lieber weniger auf die Waage stehen und dafür den Körper spüren lernen.
  • Mediziner, Ernährungsberaterinnen, Psychologen oder Physiotherapeutinnen helfen beim Abnehmen oder beim Lernen, mit dem Gewicht zu leben.

Das Interview zum Thema Idealgewicht mit Beatrice Conrad Frey live im Radio SRF 1 Ratgeber hören Sie hier:

Lieber Jahre langes Diät halten oder doch eher eine sanfte Ernährungsumstellung mit Genuss und Lebensqualität? – Wie wollen Sie ihr Gewicht verlieren?

Dass Diäten langfristig nichts wert sind, weiss man eigentlich schon lange. Sie schränken stark ein, sind selten gut in den Alltag integrierbar und streichen oft ganze Nahrungsgruppen von der Speisekarte. Was folgt ist eine Rückkehr zum alten Ernährungsmuster und auch der Jojo-Effekt ist vorprogrammiert.

Weshalb Diäten oft Grund für das steigende Übergewicht sind und wie die Ernährungsberatung weiterhilft

Langfristiges Abnehmen ist keine Diät von ein paar Wochen oder Monaten, sondern ein Langzeitprojekt. Man muss die Ernährung umstellen, sich mehr bewegen, Gewohnheiten ändern. Genau das ist meist die grösste Herausforderung für Übergewichtige. Ernährungsumstellungen müssen so angepasst werden, dass im Alltag wenig davon zu spüren ist und man die Änderung lebenslang durchhalten kann. Starke Einschränkungen und Essverbote sind kontraproduktiv. Häufig muss nur die Menge angepasst oder anders verteilt werden. Nicht weniger essen sondern sinnvoller essen ist die Devise.

Die Menüs auf dem Teller sollten ausgewogen sein, also die Hälfte aus Gemüse oder Salat bestehen, ein Viertel Eiweiss-Produkten und ein Viertel aus Kohlenhydraten. Drei Mahlzeiten pro Tag mit einem normal gefüllten Teller und keine Naschereien zwischen durch. Diese Massnahmen führen in der Regel zu einem langsamen kontinuierlichen Abnehmen, doch das braucht Geduld und einen langen Atem.

Die Sendung Puls vom 15.01.2018 zeigt dies in einem Beitrag zum Thema Diäten und Abnehmen auf. Sie gibt Einblick in die Beratung durch anerkannte Ernährungsberaterinnen und gibt betroffenen Personen eine Stimme. Was den Klientinnen und Klienten der Ernährungsberatung Oberaargau hilft, zeigt die Sendung Puls. Sei es die Beratung während eines Spaziergangs (einer sogenannten „Gehung“) oder aber als Begleitung beim Einkaufen. SRF hat unsere Ernährungsberaterin Marlies Lüthi dabei begleitet und zeigt, was wirkt. Sehen Sie die ganze Sendung Puls mit Klick auf den folgenden Link: Sendung Puls SRF 1

Im anschließenden Experten-Chat nach der Sendung, hat unter anderem unsere Ernährungsberaterin, Christine Jordi Bärtschi, Fragen zum Thema Abnehmen beantwortet.

  Christine Jordi Bärtschi

Hier ein paar der beantworteten Fragen:

„Ist es richtig, dass man am Abend keine Kohlenhydrate mehr zu sich nehmen sollte?“

Christine Jordi Bärtschi:

Nein so pauschal kann man das nicht empfehlen. Ich empfehle auch abends, selbst wenn eine Gewichtsabnahme angestrebt wird, sättigende Stärkebeilagen (z.B. Vollkornbrot) einzuplanen. Kohlenhydrate in Form von Zucker wie z.B. süsse Naschereien hingegen sollten abends nicht oder nur noch in kleiner Menge zugeführt werden (langsam umgewöhnen). Komplett auf Stärkebeilagen abends zu verzichten kann sogar mehr Lust auf Zucker und Süsses auslösen!

„Ich möchte abnehmen und habe an eine Ernährungsberatung gedacht. Doch welche? es gibt so viele und ich weiss nicht nach welchen Kriterien ich auswählen sollte“

Christine Jordi Bärtschi:

Es ist leider inzwischen wirklich schwierig seriöse und weniger seriöse Angebote zu unterscheiden. Eine anerkannte Ernährungsberaterin hat ein Fachhochschule besucht und verfügt über eine 4 jährige Vollzeitausbildung und ist als einzige berechtigt bei ärztlicher Verordnung über die Grundversicherung der Krankenkasse abzurechen. Fragen sie einfach nach, welche Ausbildung die Person durchlaufen hat. Auf der Homepage unseres Berufsverbands können sie eine anerkannte Ernährungsberaterin in ihrer Region finden: www. svde-asdd.ch. Viel Erfolg.

„Nach einer Crash-Diät habe ich wieder zugenommen und bin jetzt schwerer als vorher. JOJO-Effekt??? Kann ich jetzt nie mehr abnehmen!!!???“

Christine Jordi Bärtschi:

Typischerweise verringert sich der Grundumsatz (Kalorienverbrauch des Körpers) durch einseitige und nicht bedarfsdeckende Diäten! Dem Jojo-Effekt kann entgegengewirkt werden indem sie täglich ausgewogen essen. Sie sollten bedarfsdeckend essen, damit der Körper nicht mehr den Impuls zum sparsamen funktionieren beibehält. Gleichzeitig sollten sie sich regelmäßig bewegen. Ich empfehle zudem eine professionelle Begleitung für ihre Gewichtsabnahme. Viel Erfolg!

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